Sonnen am Strand

Gesunde Bräune gibt es nicht! – 5 Mythen über Sonnenschutz

Gesunde Bräune gibt es nicht! – 5 Mythen über Sonnenschutz

Endlich ist es so weit – der meteorologische Sommeranfang ist da! Das muss zwar nicht unbedingt heissen, dass es auch tatsächlich Sommer ist, aber der Blick aus dem Fenster verrät: Wir sind auf dem richtigen Weg. Die Tage werden länger und die Sonne beglückt uns immer öfter. Doch genau darin liegt eine der grössten Gefahren des Sommers. Die UV-Strahlung der Sonne stellt eine massive Gefährdung für unsere Haut dar und wird oft unterschätzt. Diese fünf Mythen über den Sonnenschutz sind leider viel zu verbreitet. Unterschätzen Sie die Sonne nicht!

1) Sobald ich braun geworden bin, kann mir die Sonne nichts mehr anhaben.

Wer bisher dachte, man könne sich jeweils am Anfang des Sommers einmal ausgiebig in die Sonne legen, um danach durch die Bräune vor der UV-Strahlung geschützt zu sein, den muss ich leider enttäuschen. Zwar wird die Hornschicht dicker, wenn UV-Strahlen auf die Haut treffen, doch dies ist ein sehr ineffektiver Schutzmechanismus der Haut. Nur weil man danach weniger schnell einen Sonnenbrand bekommt, nimmt die Haut nicht weniger Schaden.

Frau am Strand in der Sonne

Bild: Corey O’Brien – Mainstage Photography

2) Der beste Schutz vor der Sonne ist Sonnencrème.

Die Schutzfähigkeit von Sonnenschutzmitteln wird oft falsch eingeschätzt, doch dazu später mehr. Gemäss der Krebsliga Schweiz ist der einfachste und effektivste Schutz vor der Sonne „die Reduzierung der Exposition.“ – Ja liebe SonnenabeterInnen; das heisst tatsächlich, dass ihr euch mit Schatten anfreunden solltet. Vor allem Mittags zwischen 11 und 15 Uhr ist es ratsam, der Sonne zu entfliehen, da dann die gefährliche UV-Strahlung am stärksten ist. Abhilfe kann auch geeignete Kleidung leisten. Leider müssen wir uns dazu aber von unseren süssen, trägerlosen Kleidchen verabschieden und uns entweder mit Tüchern bedecken oder auf schulterdeckende T-Shirts zurückgreifen.

3) Der Lichtschutzfaktor (LSF) zeigt den Schutz vor allen Arten der UV-Strahlung an.

Ein weiterer gängiger Irrtum, der wohl auf dem Mist der Hersteller von Sonnenschutzmitteln gewachsen ist. Der LSF bezeichnet nur den Schutz vor UVB-Strahlen, die Sonne gefährdet unsere Haut jedoch auch durch UVA-Strahlung. Wer Sonnenschutzmittel kauft, muss also unbedingt auf das zusätzliche UVA-Signet achten.

Strand mit Sonne

Bild: James Douglas

4) Mit Sonnencrème kann ich sorglos den ganzen Tag in der Sonne brutzeln.

Leider nein – Sonnenschutzmittel bieten keinen Freipass für ein übertriebenes Sonnenbad. In der Theorie gibt der LSF den Faktor an, um welchen sich die Eigenschutzzeit der Haut verlängert. Allerdings bezieht sich dieser Wert auf den absoluten Idealfall, der an einem gemütlichen Tag am Strand höchst selten erreicht wird: Es muss eine Mindestmenge von 2mg pro Quadratzentimeter Haut aufgetragen werden und zwar möglichst mehrmals, da sich ein Teil der aufgetragenen Menge durch Abrieb wieder löst.

5) Ein paar Sonnenbrände im Jahr sind nicht schlimm.

Dies ist der wohl grösste und fatalste Irrtum, wenn es um Sonnenschutz geht. Jeder einzelne Sonnenbrand, auch wenn er noch so kleinflächig ist, schädigt die Erbsubstanz in unseren Zellen. Der Schaden, den die UV-Strahlung anrichtet, ist unwiderruflich – die Haut vergisst nicht. Sonnenbrände in den ersten 20 Lebensjahren sind besonders gefährlich und steigern das Hautkrebsrisiko erheblich.

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