Maedchen tanzt auf Wiese

Fünf grosse Vorteile von Menstruationstassen

Fünf grosse Vorteile von Menstruationstassen

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Iiiiihk! – Meine erste Reaktion auf Menstruationstassen war nicht besonders positiv: Es war in einer verruchten Bar in Winterthur vor vielen Jahren, ich war 15 und betrunken. Froh, der lauten Musik einen Moment lang entfliehen zu können, machte ich es mir auf der Toilette gemütlich und las die vielen Schriftzüge an der Tür. Und da hing sie – zwischen Handynummern, Liebesbekundungen und Sprüchen – eine Werbung für Moon Cup. Unter dem Schriftzug war ein kleiner, glockenförmiger Silikonbehälter in violetter Farbe abgebildet. Meine Hirnleistung war wohl etwas verzögert, denn ich musste die Beschreibung mehrmals lesen, bis mir die Funktion dieser Tasse langsam dämmerte.

Endlich verstand ich, dass Frau sich dieses Ding während der Menstruation einführt wie einen Tampon, damit es das Blut direkt im Körper auffängt. Unweigerlich schossen unschöne Bilder an meinem inneren Auge vorbei: Ich auf der Toilette, wie ich versuche, die viel zu grosse Tasse einzuführen. Ich auf der Toilette, wie ich versuche, sie wieder rauszukriegen. Ich auf der Toilette, wie ich zu stark ziehe und der gesamte Inhalt der Tasse über meine Hände schwappt. Ich auf einer öffentlichen Toilette, wie ich die Tasse zu waschen versuche, ohne dass es jemand sieht. Natürlich musste ich sofort zurück zu meinen Freundinnen und ihnen von dieser fürchterlichen Erfindung erzählen.

Die 5 grössten Vorteile von Menstruationstassen

Diese Geschichte ereignete sich vor sieben Jahren. Ich war damals noch ein Mädchen, das seine Periode sowieso noch nicht ganz verstanden hatte. Natürlich war die Vorstellung, eine Menstruationstasse zu verwenden, damals undenkbar für mich. Doch zum Glück gibt es Youtube: Einige meiner Lieblings-Youtuberinnen berichteten in letzter Zeit über Menstrual Cups und vor allem auch darüber, wie begeistert sie davon sind. Und als dann auch noch der Kassensturz die schädlichen Chemikalien in Binden und Tampons thematisierte, sah ich keinen Grund mehr, die Menstruationstasse nicht auszuprobieren. Bereits nach einer Periode war ich mir sicher, dass ich sie nie mehr hergeben würde. Ich verschenkte all meine Tampons und lebe seither glücklich und zufrieden mit meiner Lilly Cup von Intimina.

Intimina Lilly Cup

1) Menstrual Cups sind wiederverwendbar und halten mehrere Jahre

Für mich persönlich ist dies der absolut grösste Vorteil von Menstruationstassen. Sofern sie nach jeder Periode gut gereinigt und ausgekocht wird, kann man eine einzige Tasse über fünf bis zehn Jahre verwenden. Dies hat zwei eindeutige Vorteile gegenüber Binden und Tampons, die man nach Gebrauch wegwirft und neu kauft: Es spart riesige Summen an Geld und produziert keinerlei Abfall. Gemäss einer Rechnung von Huffington Post braucht eine Frau während ihres Lebens durchschnittlich 9120 Tampons. Bei einem Preis von 23 Rappen pro Tampon gibt Frau also rund 2100 Franken dafür aus.

„Es spart riesige Summen an Geld und produziert keinerlei Abfall.“

Zum Vergleich: Die Menstruationstasse Lilly Cup kostet 47.80 Franken. Auf den ersten Blick mag dies teuer sein, doch wenn nur alle zehn Jahre eine neue Tasse gekauft werden muss, braucht eine Frau lediglich vier Tassen, wenn sie die durchschnittlichen 38 Jahre lang menstruiert. Gesamt ergibt das 191 Franken; das sind gerade mal neun Prozent davon, was Tampons über diese Zeit kosten würden.

2) Die Tasse kann bis zu 12 Stunden getragen werden

Da Tampons mit dem toxischen Schocksyndrom in Verbindung gebracht werden (dazu mehr bei Punkt 5), muss man sie mindestens alle acht Stunden wechseln. An den stärksten Tagen ist der Tampon allerdings oft schon nach nur drei bis vier Stunden vollgesaugt und muss gewechselt werden. Eine Menstruationstasse hat mit 28 ml ein viel grösseres Fassungsvermögen als ein normaler Tampon, der nur ca. 12 ml Blut aufsaugen kann. Die Menstruationstasse muss also viel weniger häufig entleert und wieder eingesetzt werden als Tampons. Man kann morgens zur Arbeit und muss sich erst wieder um die Tasse kümmern, wenn man abends nach Hause kommt. So habe ich tatsächlich schon fast vergessen, dass ich überhaupt meine Tage hatte.

3) Binden und Tampons sind nicht ganz dicht, Menstruationstassen schon

Wie oben erwähnt ist ein Tampon während den starken Tagen jeweils nach wenigen Stunden vollgesaugt und kann kein Blut mehr aufnehmen. Um Unfälle zu vermeiden, muss der Tampon dann sofort gewechselt werden. Das Gleiche gilt für volle Binden, die irgendwann nichts mehr fassen können und auslaufen. Eine Menstruationstasse ist dank des grossen Fassungsvermögens sehr selten wirklich voll. Ausserdem bildet sie, sofern sie richtig sitzt, ein absolut dichtes Vakuum. Beim Einführen wird die Tasse gefaltet oder eingerollt. Sobald sie genug weit im Körper ist, springt sie auf und dichtet die Scheidenwände ab. So kann auch bei einer fast vollen Tasse nichts auslaufen.

Menstruationstasse

4) Menstrual Cups enthalten keine gefährlichen Chemikalien

Handelsübliche Binden, Tampons und sogar Slipeinlagen enthalten einen ganzen Cocktail an Chemikalien, die unserem Körper schaden können: Damit die Produkte der Monatshygiene so schön weiss sind, werden sie gebleicht. Dabei entsteht das Gift Dioxin, von dem jeweils ein geringer Anteil in der Binde oder dem Tampon bleibt. Da Tampons stundenlang in direktem Kontakt zu den Schleimhäuten im Körper steht und diese sehr aufnahmefähig sind, kann nicht verhindert werden, dass Reste dieses Giftes vom Körper aufgenommen werden. Ein weiterer bedenklicher Stoff ist Formaldehyd, der als krebserregend gilt. Dieser gelangt vor allem über die Plastikverpackungen in Tampons und Binden. Menstruationstassen werden aus medizinischem Silikon hergestellt, das auch für Brustimplantate und Ähnliches verwendet wird. Es ist daher völlig unbedenklich und enthält keine Schadstoffe.

5) Kein Risiko, am toxischen Schocksyndrom zu erkranken

In den 70er- und 80er-Jahren machten Tampons negative Schlagzeilen, nachdem mehrere junge Frauen am toxischen Schocksyndrom gestorben waren. Die Erkrankung wurde mit dem Gebrauch von Tampons in Verbindung gebracht. Beim toxischen Schocksyndrom handelt es sich um eine bakterielle Krankheit, die zu einem schnellen Abfallen des Blutdrucks und sogar zum Tod führen kann. Ein vollgesogener Tampon und die warme Scheidenumgebung bieten ideale Voraussetzungen für Bakterien, die dort schnell wachsen und Giftstoffe abgeben können.

„Ich habe fast vergessen, dass ich überhaupt meine Tage hatte.“

Dies wird zum Problem, wenn die Schleimhäute in der Scheide ausgetrocknet sind, was passieren kann, wenn ein Tampon zu lange nicht gewechselt oder an sehr leichten Tagen verwendet wird. Unter diesen Umständen entstehen kleine Risse in den Scheidenwänden, wodurch die gefährlichen Giftstoffe in den Blutkreislauf gelangen und das toxische Schocksyndrom auslösen können. Eine Menstruationstasse hat keine Saugkraft, da sie das Blut lediglich auffängt. So entstehen keine Risse in den Schleimhäuten und die natürliche bakterielle Umgebung der Scheide bleibt erhalten.

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