Rasierte Beine am Strand

Frisch rasiert in den Sommer – muss das sein?

Frisch rasiert in den Sommer – muss das sein?

Die alten Griechen und Römer taten es; ebenso die Ägypter und heute tut es fast jede Frau – die Rasur der Körperbehaarung war und ist ein Schönheitsideal. Bereits in der Steinzeit rieben sich unsere Vorfahren die Körperbehaarung mit Muscheln oder scharfen Steinen vom Körper. Die Ägypter entfernten sogar das Kopfhaar und trugen stattdessen Perücken.

In bestimmten Kulturen hatte die Haarentfernung religiöse Gründe, doch die meisten Völker taten es eher dem Schönheitsideal zuliebe. Antike Malereien zeigen fast immer haarlose Körper. Früher glaubte man, dass besonders die Intimbehaarung Parasitenbefall begünstigen würde und entfernte sie deshalb auch aus hygienischen Gründen.

Frisch rasiert in den Sommer

Achselhaare

Die nervigen Achselhaare

Immer wenn ich mir meine Achselhaare entferne, habe ich zwei Stunden später das Gefühl, es gleich wieder tun zu müssen. Diese kleinen Stoppel sind aber auch äusserst hartnäckig! Trotzdem rasieren sich die allermeisten Frauen in unseren Breitengraden unter den Achseln. Wir sind gerne ärmellos und schulterfrei unterwegs, deswegen wird besonders im Sommer viel Wert auf eine glatte, haarlose Achselhöle gelegt.

Aber warum wachsen uns überhaupt Achselhaare? Wie die restliche Körperbehaarung auch, hat die Achselbehaarung tatsächlich eine bestimmte Funktion: Sie nimmt Schweiss und Talg aus den Hautdrüsen auf und regelt so die Körpertemperatur. Ausserdem sorgt sie dafür, dass die Haut unter der Achsel vor zu viel Reibung geschützt wird. Wer also an der Stelle sehr empfindliche Haut hat, sollte sich die Sache mit der Rasur gut überlegen. Nur weil es eine gesellschaftliche Norm ist, muss Frau sich die Achselhaare nicht unbedingt rasieren. Die Männer tun es ja auch nicht.

Rasierte Beine

Schöne Beine ohne Haare

Auch die Beinbehaarung wird von den meisten Frauen entfernt, zumindest in der jüngeren Generation. Allerdings kommt bei den Beinen immer wieder die Diskussion auf, ob nur die Unterschenkel rasiert werden sollten, oder auch die Oberschenkel. Da Sommerkleider und kurze Hosen vor einigen Jahren meist bis zu den Knien reichten, wurden die Oberschenkel damals eher selten enthaart. Aber in der heutigen Zeit von Hotpants, Minirock und Bikini sieht die Sache etwas anders aus.

Ich selbst bin eine der Glücklichen, die eine sehr helle Körperbehaarung hat. Die feinen Härchen an meinen Oberschenkeln sind fast komplett unsichtbar. Deshalb sehe ich auch keinen Grund darin, sie zu rasieren und ich beschränke mich auf die Unterschenkel. Wer aber längere und dunklere Haare hat, will diese vielleicht lieber komplett entfernen. Dabei sollte man sich jedoch bewusst sein, dass die Haare – einmal abrasiert – generell noch dicker und dunkler nachwachsen. Es ist ein Teufelskreis und darüber muss man sich im Klaren sein, bevor man ihn betritt.

Der Trend der Intimrasur

Meine Ex-Freundin erklärte mir einmal, eine Frau bräuchte Intimbehaarung, weil sie sonst wie ein junges Mädchen auf sie wirke. Die Youtuberin Victoria von FemmeHead verglich den rasierten Intimbereich mit einem gerupften Huhn. Beide dieser Bilder haben sich irgendwie in meinen Kopf eingebrannt; eine komplette Intimrasur bei Frauen gefällt mir einfach nicht. Doch besonders jüngere Mädchen und Frauen entfernen die Intimbehaarung komplett. Andere entfernen nur einen Teil der Haare, um die Bikinizone in Form zu halten oder verzichten komplett auf eine Intimrasur.

Im Intimbereich ist die Haarentfernung absolut Geschmacksache: Mit der Ausnahme von Sexualpartnern (egal welchen Geschlechts) bekommt die Intimzone niemand zu sehen, und bei den Betrachter*innen gehen die Geschmäcker genauso auseinander. Die ursprüngliche Funktion der Schambehaarung ist, die Zeugungsfähigkeit einer Frau anzuzeigen. Aus diesem Grund wächst die Behaarung erst in der Pubertät.

Epilieren

Kampf den gesellschaftlichen Normen

Heutzutage ist es „normal“, sich als Frau die Achselhaare zu rasieren. Es ist „normal“, sich die Haare im Intimbereich zu entfernen und dafür unschöne rote Pickel und Hautreizungen in Kauf zu nehmen. Es ist „normal“, sich zu schämen, wenn Frau an der Öffentlichkeit ein schwarzes Haar am Bein entdeckt. Aber was ist schon normal? Die wenigsten Frauen rasieren sich vor Freude grinsend die Beine. Im Gegenteil: Die Rasur ist eine mühsame Sisyphusarbeit.

Bei der Rasur geht es um deinen eigenen Körper. Du musst dir von niemandem vorschreiben lassen, wie dein Körper auszusehen hat oder was du damit machen sollst. Wenn du merkst, dass dir etwas nicht gut tut, dann lass es sein. Wenn deine Haut unter der Achsel nach der Rasur immer gereizt ist, dann gönne ihr eine Pause und rasiere dich für einmal nicht. Wenn dir der nackt-glatte Intimlook nicht gefällt, dann füge dich nicht der gesellschaftlichen Norm und lass es wuchern, wie du willst. Die Welt wird nicht untergehen – und es ist dein Körper. Du allein musst dich darin wohlfühlen.

Rasierer

Rasieren ja – aber wie?

Wenn du dich dazu entscheidest, deine Körperbehaarung ganz oder teilweise zu entfernen, dann brauchst du das passende Werkzeug. Wie man sich rasiert, ist genauso Geschmacksache, wie ob man es überhaupt tut. Hier ist eine kleine Zusammenstellung der gängigsten Haarentfernungswerkzeugen mit direkten Links zu Amazon, wo du die jeweiligen Produkte kaufen kannst. (Es handelt sich um Affiliate Links, das heisst, dass ich eine Provision erhalte, wenn du von diesen Links aus einen Kauf tätigst. Dir entstehen dadurch keine zusätzlichen Kosten.)

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